Ist das Leben im Wohnmobil so wie ich es mir vorgestellt habe? 1

Ist das Leben im Wohnmobil so wie ich es mir vorgestellt habe?

Susa Tagebuch 13 Comments

Seit sieben Monaten leben wir jetzt in unserem Wohnmobil und gehen unserer normalen Arbeit nach. Heute ist ein ruhiger Tag und ich überlege ob mir das Leben in diesem Wohnmobil auch wirklich so vorgestellt habe.

Kalt…der erste Schnee  🙂 

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Wenn ich so überlege kann ich mit einem klarem “ jain “ antworten. Das Leben im Wohnmobil zu zweit ist eine Umstellung und auch die Lebensgewohnheiten mussten sich ändern. Max konnte nun nicht mehr seine schmutzigen Socken herum liegen lassen ohne, dass ich nicht darüber stolperte….alles sollte auf 23m² eine gewisse Ordnung haben  🙄

Meine Kosmetikartikel reduzierten sich um die Hälfte um in einen Korb zu passen, den ich bequem unter dem Bett parken kann.

Eine Lebensumstellung

Als wir noch zum Spaß im Wohnmobil unterwegs waren, wusste ich, dass ich zu Hause im Steinhaus die ganze Wäsche waschen konnte, das ganze Wohnmobil auspacken wollte….alles sauber machen und neu bestücken konnte. Jetzt habe ich mein zu Hause dabei….sämtliche Möbel, Kleidung, Küchenutensilien, Teppiche etc… alles in Stau Fächern verpackt oder im Wohnmobil verteilt.

Die Wäsche wird unterwegs gewaschen, bei Freunden oder Familie. Eine eigene Waschmaschine gibt es nicht mehr. Die Lebensumstellung, in einer fahrenden Wohnung zu leben ist wirklich enorm. Das Aufräumen ist leichter geworden, da weniger Fläche vorhanden ist aber es scheint mir, dass wir immer mehr Schmutz herein bringen als früher im Steinhaus.

Ein wenig Angst

Ich bin angreifbarer geworden, da der Schutz der vier Wände irgendwie fehlt. Vorher konnte ich immer wieder in den Schutz des Steinhauses zurück….bei Unwetter oder anderen Ereignissen.Ein Angsthase war ich nie…nun habe ich auf einigen Parkplätzen oder einsamen Stellplätzen doch leichte Schlafstörungen…ab und zu aber nur. Das einige Menschen kleine Steinchen nach uns werfen, kenne ich schon.

Schönheit

Was mir sehr auffällt, ist die beeindruckende Schönheit der Natur wenn wir unterwegs sind. Die Jahreszeiten haben gewechselt, vom goldenen Oktober zum kalten und regnerischen November bis jetzt Dezember.

Ich entdecke eine Vielfalt, die mir im Steinhaus entgangen ist…die Wolken, der Himmel zu Weihnachten “ Schau meine Kleine, die Engel backen schon Weihnacht Kekse“ hatte meine liebe Mutter immer zu mir gesagt, als sich im Dezember der Himmel abends rot färbte…hach..sie fehlt mir sehr…

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Immer Weihnachten denkt man wohl vermehrt an die Menschen, die einfach zu früh gehen mussten… auch Max Vater fehlt.  🙁

Der Wunschzettel

Auf meinem Wunschzettel für nächstes Jahr steht nun, nach reiflicher Überlegung, dass ich einen Hund haben möchte. Es wird langsam Zeit aber wir lassen uns auch Zeit. Wie gesagt, es muss wohl überlegt sein. Die Rasse (Schutzhund) muss stimmen und er soll auch mit dem Leben im Wohnmobil zurecht kommen. Ein Familienzuwachs, ja das wäre schön.

Sehr positiv ist auch an diesem Leben im Wohnmobil, dass wir immer wieder Menschen kennen lernen. Unterwegs begegnen wir allerhand Sorten von Menschen. Es gibt liebe Freundschaften, die vielleicht sogar ein Leben lang halten werden. Es gibt Reisende, denen wir begegnet sind und uns bestimmt irgendwann wiedersehen werden…Menschen, die wir gerne um uns haben.

Wir erleben dieses Leben viel intensiver als im Steinhaus.

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Es ist allerdings auch eine gewisse Gewöhnungszeit. Auf so “ kleinem Raum“ zusammen leben zu können, nie getrennt sein…Tag und Nacht zusammen….das muss stimmen! Ich habe gemerkt, dass Max und ich sehr zusammen halten, noch mehr als im Steinhaus. Wir behüten einander mehr und versuchen es dem anderen so schön wie möglich im Wohnmobil zu gestalten.

Klar bin ich auch mal zickig oder Max beleidigt, das gehört auch dazu wie im wirklichen Leben. Man verträgt sich aber schneller im Wohnmobil, da man sich nicht so lange aus dem Weg gehen kann und dann lacht man doch zum Schluss über sein eigenes komisches Verhalten.

Das dass Leben im Wohnmobil einfach wird hat auch keiner gesagt. Er ist abenteuerlicher, es ist aufregender, ist es manchmal auch anstrengender oder auch risikoreicher als in einer Steinhaus Wohnung.

Eine 2,55m breite Brücke…Luna 2.50m breit…

Südbrookmerland Großes Meer-20151113T132520-20Bereue ich es?

Ich bereue bis heute nicht, dass wir diesen Schritt in das Wohnmobil Luna gemacht haben. Schade finde ich, dass wir diesen Winter in Deutschland bleiben müssen. Luna brauchte neue Batterien und andere Anschaffungen, die uns einen Strich durch Spanien, Portugal und Frankreich gemacht haben. Wir sind als Selbstständige unterwegs..ein ewiges finanzielles auf und ab.

Nun werden das wahre Leben zu spüren bekommen, den Frost und den Schnee. Isolieren bis der Arzt kommt, ist nun unsere Devise  😛  Wir müssen den Winter überleben, hier im kalten Deutschland…wobei es auch ein paar wärmere Ecken in unserem schönen Land gibt, die wir anfahren können….Es gibt immer einen Weg, niemals aufgeben.Das habe ich gelernt und gerne gelernt in meinem Leben im Wohnmobil.

Auch bei Wind oder schlechtem Wetter

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Dieser Winter ohne Steinhaus wird eine ganz neue Erfahrung und Herausforderung für uns sein….

Fortsetzung folgt…

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Mit Liebe geschrieben von
Susa

Susa

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Als Sternzeichen Schütze wurde mir das Reisen schon mit in die Wiege gelegt.Max lernte ich auch auf einer nach Reise nach Frankreich kennen. Nun sind wir seit 10 Jahren verheiratet und reisen mit viel Freude durch die Welt. Mit der Zeit wurden wir immer neugieriger auf Abenteuer im Ausland oder Inland.So verstreicht die Zeit und wir leben und erleben unser Leben mit unserer beider Berufung, das Reisen. Seit 2 Jahren ist unser Wohnmobil der Overlandcruiser unser zu Hause.Im Juli 2016 kam dann durch einen enormen " Zufall" unser neues Bordmitglied bei uns an...ein Rhodesien Ridgeback, mit dem schönen Namen Leon von der Ewala. Ich freue mich jederzeit über eine E-Mail von Dir. Love Peace Happiness

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Reiner
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Reiner

Hallo Susanne, hallo Max, ich lese zeitweilig in eurem Blog.Ich bin selbst 67 Jahre alt und habe mein 3. Wohnmobil und ein Holzhaus.So kann ich in der Generalfrage – im Wohnmobil leben – bedingt mitreden. In meinem Alter stellt sich diese Frage nicht mehr – das Holzhaus ist in allen Bereichen ergiebiger. Ihr stellt euch der Herausforderung und kämpft um diesen Traum – unter nicht einfachen Rahmenbedingungen. Dies konnte ich deutlich den letzten Berichten entnehmen. Ich möchte euch kurz meine Sichtweise darstellen: Wenn Geld keine Rolle spielt kann man heizen ohne Ende und es ist lebenswert. Ansonsten werden die Wintermonate… Weiterlesen »

Lorenz
Gast
Lorenz

Hallo Susanne, hallo Max 🙂

Eure Seite ist großartig geworden und Ihr lebt den Traum von vielen: Unterwegs sein zu können und die Freiheiten der Welt in sich zu vereinen.

Auf und Ab`s gibt es immer und überall. Wichtig ist nur das man an sich glaubt. Und nicht beim ersten Windstoß schon untergeht. Aber das habt Ihr beiden Euch selbst und der Umwelt längst bewiesen.

Ich wünsche Euch weiterhin viel Glück, Freude, Spass und Spannendes und freue mich wenn ich immer wieder mal was von Euch lesen darf!

Frohe Weihnachten,
Lorenz

Alois und Yvonne
Gast

Hallo Susanne und Max Wir finden Eure Berichte interessant und super geschrieben. Auch wir wohnen seit 3 Jahren im Womo jedoch ein wenig kleiner als Ihr in einem LMC-Alkoven. Es ist schön wie Ihr die die Umstellung und das neue Leben beschreibt. Die Wintermonate im Womo können auch gemütlich sein, wenn genügend Gas oder Strom vorhanden sind. Wir bevorzugen eigentlich südliche Länder wie Marokko oder Spanien zum Überwintern. Sind jetzt aus familiären Gründen aus Galizien zurückgekehrt, und überwintern auf unserem Stützpunkt Camping Orsingen-Nenzingen. Betreffend Hund sollte gut überlegt sein. Wir kennen einige Reisende mit Hund welche uns immer wieder sagen,… Weiterlesen »

Horst
Gast
Horst

Ein Abenteuer. Spannend. Neugierig machend.
Nachahmenswert ? Wahrscheinlich.
Hemmschwelle ? Hoch.
Perspektive?

Helmut W
Gast
Helmut W

Hallo Susanne, hallo Max, das es einfach wird hat keiner gedacht. Sicherlich geht Ihr nun vorsichtiger mit Strom und Wasser um. Und das das Leben nun Dauerurlaub wird könnt Ihr auch nicht bestätigen. Aber ich lebe gerne im Haus auf Rädern. Es gibt vieles wo ich hab verzichten müssen. Aber auf einen Hund nie. Ein Leben ohne Hund ist möglich aber es lohnt sich nicht. Heinz Rühmann Ich habe seit 40 Jahren Hunde, alles kleine. Der Platz ist eh schon wenig. Und ein Hund braucht seine Ecke. Ein ausgebildeter Dobbermann muss es nicht sein. Hauptsache kurzharig, kann man mit einem… Weiterlesen »

Anja Blum
Gast
Anja Blum

Liebe Susanne,
lange habe ich nach neuen Nachrichten von Euch gesucht. Heute sprang mich dann ein Post auf FB an- allerdings von Max! Ich bin beeindruckt über soviel Mut und den Willen Alles zu schaffen und ich bin überzeugt, das ihr Beide das schafft. 2016 seid ihr ganz bestimmt im Winter irgendwo im Süden. Ganz viel Glück, Gesundheit und immer ein paar Euro mehr als benötigt wünsche ich Euch, natürlich auch eine knitterfreie Stoßstange und niemals Sand im Getriebe.
Liebe Grüße aus dem Rheinland, Anja Blum

Herbert Jung
Gast
Herbert Jung

Hallo Susanne, ich verfolge euer lebensumstellung von Anfang an und muß sagen das ihr das bisher gut gemacht habt. wir wollten auch schon das zweite mal im Süden von Spanien bzw. Portugal überwintern aber haben es auch nochmal verschieben müssen vielleicht nächstes Jahr. hoffe das wir uns auch mal über den Weg laufen/Fahren. Lg. an euch beide Herbert.