Im Wohnmobil Überwintern in Portugal 2016 / 2017…bis Paris war noch alles O.k

Susa Frankreich, Überwintern Portugal 2016/17 4 Comments

Zuletzt überarbeitet am 16.02.2017

Wie geplant fuhren wir am 10. Dezember 2016 los. Das Wetter in Deutschland war wieder typisch…eisig und nebelig. Alles war eingepackt und nun ging sie los unsere Wohnmobil Tour an die Algarve in Portugal.

Abfahrt bei Nebel und eisigen Temperaturen

Über Belgien weiter in Richtung Paris.

Wir nahmen den Äußeren Ring bei einem km langem Stau…Abends und übernachteten auf einem LKW Rastplatz. Alles lief samtweich ab….der Motor brummte, Leon schlief die meiste Zeit und ich plante schon seine nächste Herum-Flitz-Renn-Runde an der Langleine, damit er sich austoben und richtig strecken kann.

Abends erreichten wir dann den Ort Orleons…mit einem `über dem e 🙂 Durch eine kleine enge Straße bahnten wir uns vorsichtig den Weg einem Stellplatz am Park und dort erwischte es Max in voller Breitseite! 😯

Er wollte die Muttern an den Reifen noch einmal selber nach ziehen, da er neue Bremsbeläge vorne eingebaut hat und BUMS…nichts ging mehr. Er schleppte sich wie Opa mit eingeknickten Beinen am Fenster vorbei und ich machte mich noch lustig über ihn….aber zu meiner Verteidigung ….ich wusste nicht, dass eine Französische Hexe auf ihn geschossen hatte!

Hexenschuss...Auweia…sie hat ihn richtig gut erwischt. Da war es dann….das große P für Panik in meinem Köpfchen.

Jetzt musste ich die Regie übernehmen….Max konnte sich nicht mehr ohne grässliche Schmerzen bewegen. Ich musste wohl oder übel mit dem Wohnmobil zurecht kommen auf den Französischen Straßen.. brauchte nur nach Navi * zu fahren…Kreisverkehr hier….Kreisverkehr da…so viele Kreisverkehre, dass einem schon schwindelig werden kann. Es war schwierig für mich plötzlichen 7,49t Wohnmobil zu fahren mit 10m Länge….ich hatte zwar geübt aber das nun der Ernstfall eintrat… 😯

Nachtfahrt….

Der arme Max hatte so fiese Schmerzen, dass er ganz bleich wurde. Ich habe Schmerzcreme,IBU dabei und Tabletten, die uns ein Freund beim Busfreaks Treffen Ostern gegeben hatte….zum Glück! Danke Wüstenmaus, sie waren die Rettung für meinen Schatz!

Wir mussten an eine Stromsäule und suchten uns einen netten Wohnmobil Stellplatz an einem See…in der Nähe von Chateureux. Der Wohnmobil Stellplatz liegt direkt an einem Restaurant mit dem schönen Namen La Rigoletto.

Wohnmobil Stellplatz am See..

Zum Thema Strom gab es nur Eines zu sagen…..Strom bekommst Du nur mit Jetons, die man sich im Nachbarort irgendwo holt…in La Perui oder so ähnlich, laut der Aussage eines netten Franzosen mit Wohnmobil.Ich kann etwas französisch aus der Schule und den Rest reimt man sich zusammen.

Strom nur mit Jeton 🙄

Okidoki…dann muss es eben ohne Jeton und Strom gehen. Der Wohnmobil Stellplatz liegt sehr ruhig an einem großen See. Zum Spazieren gehen absolut geeignet…Max musste zu Hause bleiben und sich ausruhen. Wir saßen bei Kerzenschein im Wohnmobil bis es Zeit zum Schlafen wurde.

Morgens um 4.00 Uhr ging netter Weise bei Bodenfrost draußen die Heizung aus….Batterie kaputt von den Dreien…na supi! Max meinte wir sollten Lipo Batterien nehmen aber die sind einfach zu teuer für uns.

Da hieß es bei der Kälte improvisieren 😯

Das Wohnmobil so weit wie möglich mit dicken Gardinen verkleinern und jede Menge Teelichter aufstellen…dazu noch Kaffee kochen.

Kalt morgens ohne Heizung im Wohnmobil

Es ging weiter auf der Suche nach Strom….

Bei einem Biobauern auf einem Weingut sollte es in der Nähe von Bordeaux einen Wohnmobil Stellplatz geben.. Pustekuchen…“Sorry closed“ sagte die nette Französin lächelnd zu mir und schaute in meine jetzt derangierten Gesichtszüge…. ….Das war eine mega enge Straße und völlig umsonst angefahren. Die Stellplatz Empfehlungen …pah! Es klang so gut …Mist!

Oh…wir fuhren noch 2 andere Wohnmobil Stellplätze an, in kleinen Dörfern, die eine Stromsäule haben sollten…nix…“no electricite!“ hörte ich nur in meinen klingelnden Ohren. Max ging es echt nicht gut…wir brauchten dringend eine Pause!

Wieder auf die Autobahn, wieder Stau….runter auf die Landstraße und ab in dicken Nebel…..

Es wurde dunkel und der Nebel immer dicker…..keine 5 Meter konnten wir noch schauen. Wir parkten schnell auf einem Parkplatz neben einer Feuerwache ein und Max sagte zu mir, dass wir diese Nacht GAR KEINE HEIZUNG haben werden… I break together!! Ich breche auseinander…äh zusammen!

Also wieder das Wohnmobil verkleinern, Leon zugedeckt und bei uns im Bett parken, mich warm anziehen mit Flies-Strampler, Kaputze und Kerzen aufstellen. Es war eine grausig und kalte Nacht. Bei -4 Grad draußen und drinnen 8 Grad Temperatur….die wir dank dem Ethanol Ofen und Kaffee kochen noch auf 13 Grad bekamen.

Morgens war ich völlig gerädert und durch gefroren…..es war noch immer total nebelig und eiskalt als wir um 7.00 Uhr losfuhren, Richtung Biarritz.

Hier stehen wir nun auf einem Wohnmobil Stellplatz mit Strom, Wasser etc für 2 Tage zum Ausruhen. Olivenbäume und Pinien stehen um uns herum und lassen die Schrecken der letzten Nacht vergehen.

Camping- Car Park

500m entfernt ist der Atlantik und ich höre ihn schon als ich aus dem Wohnmobil aussteige.Die Brandung ist laut und ich liebe dieses Geräusch!!

Da müssen wir hin!! Max wackelt hinter mir her… er schafft es auch und bettet sich in die weiche Düne. Wieder hoch kommen steht auf einem anderen Zettel… 🙁

Autschi Max…Hexenschuss!

Es geht wieder Berg auf mit Max aber es wird noch ein paar Tage dauern…..armer Max…..er tut mir unendlich leid…armer Schatz!!

Die nervigen Tage sind vergessen an diesem weiten Atlantik-Strand.

Der Atlantik… endlich!

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Von Biarritz geht es in 2 Tagen weiter nach San Sebastian und Salamanca….ich hoffe, dass Männe dann wieder so weit fit um das Wohnmobil zu fahren…und nichts mehr passiert!

Wenn Du magst schreibe mir einen Kommentar, ich antworte Dir auf jeden Fall wenn wir am Strom sind 🙂

Ich wünsche Dir eine wunderbare Adventszeit!

Deine Susanne mit Max und Leon fest an der Hand.

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Mit Liebe geschrieben von
Susa

Susa

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Als Sternzeichen Schütze wurde mir das Reisen schon mit in die Wiege gelegt.Max lernte ich auch auf einer nach Reise nach Frankreich kennen. Nun sind wir seit 10 Jahren verheiratet und reisen mit viel Freude durch die Welt. Mit der Zeit wurden wir immer neugieriger auf Abenteuer im Ausland oder Inland.So verstreicht die Zeit und wir leben und erleben unser Leben mit unserer beider Berufung, das Reisen. Seit 2 Jahren ist unser Wohnmobil der Overlandcruiser unser zu Hause.Im Juli 2016 kam dann durch einen enormen " Zufall" unser neues Bordmitglied bei uns an...ein Rhodesien Ridgeback, mit dem schönen Namen Leon von der Ewala. Ich freue mich jederzeit über eine E-Mail von Dir. Love Peace Happiness

Comments 4

    1. Susanne Post
      Author

      Hallo ihr Beiden, schade! Wir lernen immer gerne nette Menschen kennen. Vielleicht laufen wir uns ja wieder über den Weg, wer weiß, wäre schön 🙂 Frohe Weihnachten auch für Euch und einen wunderschönen Heilig Abend.

      Susanne, Max & Leon

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  1. Hallo Ihr Drei,
    schön das Ihr diesen Winter noch auf große Fahrt geht. Wir wünschen Euch fröhliche Weihnachten, eine schöne Zeit und viele interessante Erlebnisse. Gute Besserung für Max, jag die Hexe aus seinem Rücken, damit er wieder auf die beine kommt.
    Viele liebe Grüße
    Petra & Lutz

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    1. Susanne Post
      Author

      Hallo ihr Zwei,danke für die lieben Wünsche. Wir wünschen Euch auch Frohe Weihnachten!! Die Hexe ist futsch, Max geht es zum Glück wieder gut.

      Liebe Weihnachtsgrüße senden
      Susanne & Max

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